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Basiswissen zum Krankheitsbild Morbus Sudeck / CRPS

Auf unserer Webseite bieten wir neben einem Blog mit aktuellen Nachrichten sowie einem Forum zur Krankheit Morbus Sudeck / CRPS. Auf dieser Seite stellen wir das wichtigste Basiswissen in Thematischer Aufteilung:

Was ist Morbus Sudeck?
Symptome
Ursachen
Diagnose
Therapie
Heilungschancen
Ernährung und Morbus Sudeck
Ratschläge


Was ist Morbus Sudeck (CRPS)?

Morbus Sudeck, Sudecksche Krankheit, Algodystrophie, Neurodystrophie, Sympathische Reflexdystrophie und Komplexes regionales Schmerzsyndrom (auch CRPS, Complex Regional Pain Syndrom) – alle Begriffe bezeichnen ein- und dasselbe Gesundheitsproblem, das der deutsche Chirurg Paul Sudeck Anfang des 20. Jahrhunderts als Erster beschrieb: starke und länger anhaltende Schmerzen an zumeist Händen oder Füssen (oder mehrerer Gliedmaßen), die häufig mit einer Bewegungs- und Funktionseinschränkung einhergehen. Sudeck nannte die Krankheit eine „entgleiste Heilentzündung“ und beschrieb die Ähnlichkeit der Symptome zwischen einer Entzündung und dem Sudeck-Syndrom. Die Häufigkeit der Erkrankung ist unbekannt. Schätzungen in Deutschland gehen von mindestens 10.000 bis 40.000 Fällen aus. Die „Dunkelziffer“ ist nach wie vor sehr hoch. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Selbst im Kindesalter wurde schon Morbus Sudeck diagnostiziert.

Kennzeichnend für Morbus Sudeck ist eine trophische Weichteil- und Knochenveränderung sowie Störungen der Vaso Motorik und Sudomotorik der betroffenen Gliedmaße. Im Endstadium kann die Erkrankung zum Funktionsverlust des betroffenen Körperteils durch Gelenkversteifung und Schrumpfung der Haut, Sehnen und Muskeln führen.

Aufgrund der klinischen Ausprägungsformen der Erkrankung existieren inzwischen eine Vielzahl von synonymen Begriffen für das Krankheitsbild (z.B. sympathische Reflexdystrophie, Algodystrophie, Schulter-Hand-Syndrom, Kausalgie usw.). Daher wurde von der IASP (International Assoziation for the Study of Pain) die Bezeichnung „Complex Regional Pain Syndrome“ (CRPS) als neuer Oberbegriff eingeführt.

  • CRPS Typ I setzt eine Schädigung im Bereich der Weichteilgewebe und Knochen oder eine längere Ruhigstellung voraus, ohne dass eine definierte Nervenläsion vorliegt.
  • CRPS Typ II entsteht als Folge einer definierten Läsion (Schädigung) eines peripheren Nervs.

Bis heute ist nicht vollständig geklärt, was diese Krankheit auslöst. Auf dem Boden einer noch nicht geklärten Reaktion feiner und feinster Nerven kommt es zu einer Entzündungsreaktion im verletzten Extremitäten Abschnitt, es treten Durchblutungsstörungen, Ödeme, Hautveränderungen und schließlich auch Funktionsstörungen z.B. der Hand auf begleitet von hartnäckigen Schmerzen.

Sudeck ist nicht nur eine Krankheit mit vielen Namen, sondern auch eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Die wohl größte Kuriosität der Krankheit ist die Eigenschaft, dass Morbus Sudeck in Einzelfällen „springen“ kann, d.h. daß die Symptome sogar auf die jeweils andere Extremität „überspringen“ können, obwohl diese beim vorausgegangen Trauma (Verletzung, schädigendes Ereignis) gar nicht beteiligt oder geschädigt war.

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Symptome

Schmerzen an Armen (zumeist an den Händen) und Beinen (zumeist an den Füßen) sind das typische Leitsymptom eines Morbus Sudeck. Die Symptome sind anfangs unspezifisch, so dass die Diagnosestellung verzögert werden kann. Ebenso ist der Krankheitsverlauf individuell stark unterschiedlich, wobei von der spontanen Totalremission (temporäres bis dauerhaftes Nachlassen der Krankheitssymptome) bis zur Progression (Fortschritt) mit nicht unerheblicher Einschränkung der Lebensqualität alle Abstufungen zu finden sind.

Zumeist beschreiben die Betroffenen einen starken Brennschmerz, „Messerstich- Attacken“ oder auch starkes Kribbeln, als würde eine Armee Ameisen über Sie rüber krabbeln. Es besteht ein Ruheschmerz, der sich bei Bewegung noch verstärkt.
Ganz einfache Berührungen werden als äußerst unangenehm und schmerzhaft empfunden. Gelenke und Knochen sind sehr druckempfindlich.

Fast immer kommt es im Anfangsstadium zu Rötung, Schwellung (Ödem) und Erhitzung der Haut (Zeichen der Entzündung, obwohl im Blut keine Entzündungsmarker erkennbar sind), die sich bei längerem Fortbestehen (Chronifizierung) zu einer Blaufärbung und Kältegefühl verändert. In der Hälfte der Fälle besteht eine erhöhte Schwitzneigung (Hyperhydrosis). Bei Hauttemperaturmessungen bestehen Temperaturunterschiede von > 1-2 Grad Celsius Seitendifferenz zwischen den Extremitäten.

In vielen Fällen kommt es im akuten Stadium zu einem vermehrten Nagel- und Haarwachstum, im chronischen Stadium wechselt es ins Gegenteil. In schweren Fällen kann es zum Abbau der Muskulatur (Atrophie) mit der Ausbildung von Kontrakturen und folglicher Bewegungseinschränkung kommen.

Im Röntgenbild ist nach einigen Wochen manchmal eine beginnende gelenknahe, feinfleckige Entkalkung nachweisbar. Es gibt aber auch Fälle, bei welchen im Röntgenbild auch nach Monaten keine Veränderungen sichtbar ist.

Klinische Zeichen

Für die Diagnose eines CRPS (Morbus Sudeck) müssen folgende derzeit von der IASP geforderte Kriterien erfüllt werden. Zumindest ein klinisches Zeichen in zwei oder mehreren der folgenden Kategorien:

  • sensorisch: Hyperalgesie auf thermische und mechanische Reize, Allodynie
  • vasomotorisch: objektivierbare Veränderungen der Hauttemperatur, Hautfarbe, objektivierbare Schwellung
  • sudomotorisch: veränderte Schweißsekretion
  • motorisch: Bewegungseinschränkung, Schwäche
  • trophische Störungen: dünne, gläserne Haut, vermehrtes Haarwachstum, veränderte Nägel

Einteilung in Stadien

Diese Stadien Einteilung ist mittlerweile veraltet trotzdem hören Betroffene oft von ihren Ärzten immer noch das sie z.b. CRPS im Stadium II haben. Das Problem dabei es gibt aber nicht dass CRPS, sondern CRPS hat 1000 Gesichter, jeder durchlebt sein CRPS anders, der eine hat einen vermehrten Haarwuchs, der andere nicht sondern eben einen verminderten Nagelwachstum, von daher ist die Stadien Einteilung so nicht möglich. Aber wir haben alle einen Nenner und diese wurden in den Budapest Kriterien zusammengefasst mit eben diesen wird die klinische Diagnose CRPS gestellt.

Es wurde grundsätzlich in drei Stadien unterschieden:

  • Stadium I: (entzündliches Stadium) ist durch Schmerzen, Hypersensitivität und eine diffuse Weichteilschwellung gekennzeichnet. Die Haut ist überwärmt, gerötet und blau-livide verfärbt.
  • Stadium II: (dystrophes Stadium) kommt es zu trophischen Hautveränderungen (livide, glänzende Haut, Nagelveränderungen) und einer zunehmenden Weichteilempfindlichkeit.

Stadium III: (atrophes Stadium) ist schließlich durch Muskelatrophie und Gelenkversteifungen charakterisiert

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Ursachen

Bis heute gibt die Erkrankung Patienten und Ärzten viele Rätsel auf.

Die auslösenden Ursachen für die Entwicklung eines Morbus Sudeck sind vielschichtig.

Trotzdem zeigen viele Krankheitsverläufe einige Gemeinsamkeiten:
Zwar nicht immer, aber doch in der Hälfte der Fälle geht der Schmerzproblematik eine kleinere Verletzung, ein Unfall oder eine Operation an der Gliedmaße voraus. Mitunter reichen schon eine Verstauchung oder eine Prellung aus, um einem Morbus Sudeck hervorzurufen. Auch nach Knochenbrüchen, Verrenkungen, Quetschungen, Operationen oder auch Gefäßverschlüssen (Thrombosen) tritt die Erkrankung auf.

Kommt es nach einer Nervenverletzungen zu einem Morbus Sudeck, sprechen Ärzte vom CRPS Typ 2 (komplexes regionales Schmerzsyndrom II).

Früher gingen Ärzte davon aus, dass die Psyche eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Erkrankung spielt. So sollte eine depressive und labile Persönlichkeitsstruktur das Auftreten begünstigen. Die Einschätzung gilt heute als überholt. Aus Patientenberichten ist herauszulesen: Sie wurden in ihrem Leiden nicht immer Ernst genommen und waren nicht selten damit konfrontiert, dass der Arzt von eingebildeten Schmerzen sprach. Depression, Angst und aggressives Verhalten werden als Reaktion auf die Belastung und die Schmerzen gedeutet. Unbestritten ist aber auch, dass solche psychischen Belastungssymptome die Erkrankung verschlimmern, weshalb sie im Rahmen der Behandlung ebenfalls angegangen werden sollten.

Eine wichtige Rolle bei der Sudeck-Entstehung schreiben Mediziner dem vegetativen Nervensystem zu. Es steuert viele lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Verdauung oder Stoffwechsel. Spekuliert wird, dass bei einer Verletzung das vegetative Nervensystem irritiert wird. Das wiederum stört die Steuerung der Blutversorgung und die Schmerzverarbeitung der Gliedmaße.

Eine weitere Ursache wird zudem in der genetischen Veranlagung der Betroffenen vermutet.

 

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Diagnose

Wir habe euch ihr alles wichtige zum Thema Diagnosestellung des CRPS zusammengestellt, da CRPS eine so genannte Ausschlussdiagnose ist gibt es bis jetzt keinen Bluttest oder evtl eine apparative medizinisch bildgebendes Verfahren das ein CRPS allein stellen kann, es kann nur unterstützen.

Ihr findet hier alles an möglichen Untersuchungen oder Diagnosemittel wie z.b. die Budapest Kriterien der ISAP aufgeführt und so erklärt damit ihr euch beim nächsten Termin oder bei bevorstehenden Untersuchungen auskennt bzw. wisst was euch erwartet:

Diagnostikpfad bei Verdacht auf CRPS

  1. klinische Verdachtsdiagnose: Budapest-Kriterien (siehe weiter unten)
  2. Ausschluss:
  • tiefe Beinvenenthrombose
  • vaskuläre Insuffizienz
  • Kompartmentsyndrom
  • Thrombophlebitis
  • Thoracic-outlet-Syndrom
  • Cellulitis
  • periphere Neuropathien
  • Lymphödem
  • Selbstverletzung
  • rheumatologische Erkrankung
  1. apparative Diagnostik:

Labor

  • BB, CRP, BSG (Ausschluss infektiöser Ursachen)

Bildgebung bei unsicherer Diagnose

  • Dreiphasen-Skelettszintigrafie bis zu 5 Monaten
  • konventionelles Röntgen ab 3 bis 12 Monaten

interventionelle Diagnostik (diagnostisch und therapeutisch)

  • Sympathikusblockade bei Störung der Vasomotorik und/oder Sudomotorik anamnes tisch und/oder

klinisch Neurophysiologie

  • bei Verdacht auf Nervenverletzung Verifizierung durch Neurografie (Unterscheidung CRPS I und II)
  • Verifizierung einer Störung des autonomen Nervensystems mittels Ninhydrin-Schweisstest, sympathischer Hautantwort bzw. Infrarotthermografie möglich
  1. weitere Abklärungen:
  • Physiotherapeutische/ergotherapeutische Evaluation zur Standortbestimmung der funktionellen und schmerzbedingten Beeinträchtigung sowie Therapie.
  • Psychologische/Psychiatrische Evaluation zur Erfassung eventueller psychiatrischer Komorbiditäten und psychosozialer Belastungsfaktoren.

 

Die Diagnostik orientiert sich in erster Linie am klinischen Beschwerdebild. Da dieses sehr variabel sein kann und eine Abgrenzung zu normalen posttraumatischen Verläufen häufig schwierig ist, wird die klinische Diagnose nicht selten verzögert oder falsch gestellt.

Meist ist es schwierig, ein CRPS zu erkennen, weil es eben NICHT das klinische Bild gibt sondern es so unterschiedlich  stark variiert. Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich und lässt keine Rückschlüsse auf weder Entstehung und Prognose des CRPS  zu.

Die Diagnose  CRPS ist eine Ausschlussdiagnose, bei der immer auch an  sogenannte Differenzialdiagnosen wie eine Gelenk- oder Weichteilentzündung, eine aktivierte oder dekompensierte Arthrose, aseptische Knochennekrosen oder Durchblutungsstörungen gedacht werden muss. Erst wenn diese mit allen klinischen Verfahren ausgeräumt wurde, sollte man ein CRPS TYP I oder TYP II denken. Möglichst zeitnah sollte eine gründliche Untersuchung & ausführliche Anamnese erfolgen, die oft mit sehr viel Zeit verbunden ist. Es ist Wichtig das dort der Schwerpunkt der Diagnostik liegt. Zum Ausschluss möglicher andere Erkrankungen können bildgebende Diagnostikverfahren hinzu gezogen werden.

Die internationale Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (IASP) hat die sogenannten Budapest-Kriterien erarbeitete um die Diagnosestellung beim CRPS zu erleichtern. Diese wurden mit der Bezeichnung  des „komplexen regionalen Schmerzsyndroms“ (CRPS) zusammen, mit den korrespondierenden Kriterien 1994 im Rahmen einer Konsensus Konferenz der IASP in Orlando, Florida, eingeführt.

Diese wurden auch in den AWMF-Leitlinien fest verankert. Für die Diagnose des CRPS müssen 1-4 der Budapest-Kriterien erfüllt sein:

IASP-Diagnosekriterien (Budapest-Kriterien) für CRPS

  1. Anhaltender Schmerz, der durch das Anfangstrauma nicht mehr erklärt wird.
  2. In der Anamnese mindestens ein Symptom aus drei der vier folgenden Kategorien:
    a) Hyperalgesie (Überempfindlichkeit für Schmerzreize), Hyperästhesie (Überempfindlichkeit für Berührung, Allodynie)
    b) Asymmetrie der Hauttemperatur; Veränderung der Hautfarbe
    c) Asymmetrie beim Schwitzen; Ödem
    d) reduzierte Beweglichkeit, Dystonie, Tremor, «Paresen» (im Sinne von Schwäche), Veränderungen von Haar oder Nagelwachstum
  3. Zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens ein Symptom aus zwei der vier folgenden Kategorien:
    a) Hyperalgesie auf spitze Reize (z.B. Nadelstich), Allodynie,
    Schmerz bei Druck auf Gelenke/Knochen/Muskeln
    b) Asymmetrie der Hauttemperatur; Veränderung der Hautfarbe
    c) Asymmetrie im Schwitzen; Ödem
    d) reduzierte Beweglichkeit, Dystonie, Tremor, «Paresen» (im Sinne von Schwäche), Veränderungen von Haar oder Nagelwachstum
  4. Es gibt keine andere Diagnose, die diese Schmerzen erklärt

Dieses Dokument ist hilfreich bei unerfahrenen Ärzten zur Diagnostik eines CRPS. Einfach ausdrucken und mitnehmen zur Sprechstunde Die ISAP Budapest Kriterie zum mitnehmen für euch.

Diagnose CRPS_Kriterien.pdf

PDF-Dokument [84.0 KB]

Wir habe euch hier nochmal die einzelne Symptome aufgeführt, damit ihr die Erkrankung besser versteht und auch wisst was in euer betroffene Stelle los ist :

Bewegungsstörungen

Bei einigen Patienten besteht eine Schwäche der betroffenen Extremität, die im Akutstadium durch starke Schmerzen und das Ödem bedingt ist, im chronischen Stadium durch Kontrakturen und Fibrosen. Bei einigen Patienten ist zudem ein Tremor festzustellen.

Gefühlsstörungen
Bei vielen Patienten kommt es zu einer stark erhöhten Schmerzempfindlichkeit meist auf mechanische Reize oder zur Allodynie, d. h. Schmerzen bei einer eigentlich nicht schmerzhaften Empfindung (z. B. Bestreichen der Haut mit einem Wattebausch). Bei vielen Patienten besteht ein Ruheschmerz, der individuell sehr unterschiedlich ausfällt (bzw. brennend oder prickelnd). In selteneren Fällen kommt es zu Taubheit oder einem Fremdheitsgefühl der betroffenen Extremität.

Hauttemperaturmessungen
Bei Hauttemperaturmessungen mit einem Oberflächentemperaturmessgerät sind Temperaturunterschiede von > 1 Grad Celsius Seitendifferenz zwischen den Extremitäten messbar. In akuten Stadien wurden schon über 10 Grad Celsius gemessen.

Schwellungen
Die Schwellung beschränkt sich normalerweise auf die schmerzhafte Körperregion und ist typischerweise scharf zur Körpermitte hin begrenzt.

Hautveränderungen
Fast immer kommt es im Anfangsstadium zu Rötung, Schwellung (Ödem) und Erhitzung der Haut (Zeichen der Entzündung), die sich bei längerem Fortbestehen (Chronifzierung) zu einer Blaufärbung und Kältegefühl verändert. In der Hälfte der Fälle besteht eine erhöhte Schwitzneigung (Hyperhydrosis).

In vielen Fällen kommt es im akuten Stadium zu einem vermehrten Nagel- und Haarwachstum, im chronischen Stadium wechselt es ins Gegenteil. In schweren Fällen kann es zum Abbau der Muskulatur (Atrophie) mit der Ausbildung von Kontrakturen und folglicher Bewegungseinschränkung kommen.

Die apparativen Diagnostik bei CRPS 

Die apparativen Diagnostikverfahren können hilfreich zur Diagnose seindürfen aber nicht überbewertet werden. Sie dienen dem Ausschluss von Differenzialdiagnosen oder aber sind  als zusätzliches bildgebenden  Mittel bei unsicheren Symptomen gut. In den meisten Fällen vergeht eher mehr Zeit verloren, weil man auf den Termin warten muss, als das sie einen wirklichen therapeutischen oder diagnostischen Zweck haben. Auf dem Röntgenbild zeigt sich nur etwa bei ca. 50% der Patienten in den ersten 6 Monaten charakteristische kleinfleckige osteoporotische Veränderungen (Entkalkung des Knochens) des Knochens der betroffenen Extremität.

 

Das 3-Phasen-Knochenszintigramm mit Technitium-99-Diphosphonat hat zwischen dem 6. und 9. Monat eine Sensitivität von 50%, aber auch zu späteren Zeitpunkten eine hohe Spezifität. Hiermit dürfen allerdings nur Areale bewertet werden, die nicht unfallbedingt bereits eine Mehranreicherung aufweisen (1).Auch bei einem negativen Ergebnis aber ansonsten eindeutiger Symptomen unter Anwendung der Budapest-Kriterien, sollte die Diagnose CRPS nicht verworfen werden.

Veränderungen im Röntgenbild

Auf dem Röntgenbild zeigen sich bei ca. 50% der Patienten im ersten bis zweiten Monat charakteristische generalisierte kleinfleckige osteoporotische Veränderungen.

In der konventionellen Röntgenaufnahme zeigen sich nur bei circa 50% der Patienten nach 4-8 Wochen charakteristische generalisierte kleinfleckige osteoporotische gelenknahe Veränderungen vor allem im Bereich der Epi- und Metaphysen. Die Aufnahmen sollten nur im Seitenvergleich durchgeführt werden, um die Sensitivität zu erhöhen (Gradl et al. 2003). Indiziert sind Verlaufsaufnahmen aber nur, um andere posttraumatische Veränderungen zu bewerten, nicht zur Verlaufskontrolle des CRPS

Zu diagnostischen Zwecken im Anfangsstadium ist eine Röntgenuntersuchung allerdings ungeeignet, da hier noch keine Veränderungen sichtbar werden. Außerdem treten die nachgewiesen Veränderungen im Röntgenbild bei weniger als der Hälfte aller Patienten auf.

Manchmal ist auch die Anwendung weiterer bildgebender Verfahren, z. B. eine Magnetresonanztomographie (MRT) sinnvoll.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist als diagnostisches Verfahren in verschiedenen Studien zur Anwendung gekommen. Dabei werden ödematöse Veränderungen der Weichteile in Kombination mit einer vermehrten Kontrastmittelaufnahme auf T1-gewichteten fettsupprimierten Sequenzen als charakteristisch für das Frühstadium beschrieben, während andere Autoren ein inhomogenes Knochenmarksignal als zuverlässiges Frühzeichen des Morbus Sudeck in der MRT beschreiben. Das MRT (Magnetresonanztomografie) liefert Befunde die dem Röntgen ähnlich sehen, zusätzlich lassen sich Weichteilveränderungen (Ödeme) der Muskeln,  Bindegewebe erkennen.

In kernspintomographischen Untersuchungen gelingt zusätzlich die Darstellung des Ödems tieferer Strukturen (Muskeln, Bindegewebe) und periartikulärer Anteile. Nach Gadoliniumgabe kommt es zu einer diskreten Signalanhebung, was für eine gestörte Gefäßpermeabilität spricht. Diese ist geringer ausgeprägt als z. B. bei einer Arthritis. Die Kernspintomographie wird oft aus differenzialdiagnostischen Gründen durchgeführt, ist wegen ihrer sehr geringen Spezifität für die Diagnose eines CRPS aber nicht geeignet (Graif et al. 1998).

Veränderung des Knochenstoffwechsels – 3-Phasensklettszintigraphie (Knochenzintigramm)

Eine wichtige und vor allem frühzeitige Diagnose besteht in der so genannten 3-Phasensklettszintigraphie (Knochenzintigramm), einer nuklearmedizinischen Untersuchung auf eine erhöhte Durchblutung mit Tc 99m-Diphosphonat. Zur Frühdiagnostik eines Morbus Sudeck ist das konventionelle Röntgenbild der Drei-Phasen-Skelettszintigraphie unterlegen. Im Röntgenbild wird erst eine strukturelle Veränderung des Knochens mit einer Verminderung des Knochenmineralgehalts von mindestens 30-50% sichtbar.

In der Szintigraphie sind die vorher stattfindenden funktionellen Umbauprozesse zu erkennen. Beweisend sind die bandenförmigen, gelenknahen Anreichungen als Zeichen eines gesteigerten Knochenstoffwechsels (Kozin et al. 1981b) in den späten Aufnahmen (Mineralisationsphase), wobei nur Areale bewertet werden dürfen, die nicht unfallabhängig bereits eine Mehranreichung aufweisen.

Außerdem treten die nachgewiesen Veränderungen im Röntgenbild bei weniger als der Hälfte aller Patienten auf. In einer Skelettszintigraphie kann der Knochenstoffwechsel zweidimensional dargestellt und Veränderungen im Knochenstoffwechsel topographisch zugeordnet werden.

Die Dreiphasen-Skelettszintigrafie (besonders die späte Absorptionsphase) weist eine schlechte Sensitivität (31–50%) bei guter Spezifität (80–100%) auf. Die Sensitivität nimmt im Verlauf der Krankheit ab.

Deshalb kann die Szintigrafie nur in den ersten 5 Monaten nach denn der Symptomatik empfohlen werden . Im Vergleich zu Röntgenaufnahmen ist die Szintigrafie sensitiver (12). Andere radiologische Untersuchungsmethoden (MRT oder SPECT) haben sich im klinischen Alltag nicht bewährt.

Bei Sudeck-Patienten kann der Knochenstoffwechsel um die Gelenke der betroffenen Gliedmaße erhöht sein, ist aber kein Diagnosekriterien bei CRPS weil eben nur rund 50% der Erkrankten diese Entkalkungen haben.

Nervenleitgeschwindigkeit
Messung der Nervenleitgeschwindigkeit Zum Nachweis einer Nervenläsion beim CRPS Typ 2.

Quantitative Sensorische Testung (QST)
Die Quantitative Sensorische Testung wurde in den letzten Jahren vom Deutschen Forschungsnetz Neuropathischer Schmerz (DNFS) entwickelt und erprobt. Sie ist die einzige Methode, um die Funktionsfähigkeit dünner Nervenfasern klinisch zu testen. Die QST besteht aus einer Reihe von einfachen und harmlosen Tests wie der Messung der Schmerz- und Wahrnehmungsschwelle für Hitze, dumpfen Druck und Reizung mit einem spitzen Gegenstand. Menschen mit Nervenschäden zeigen charakteristische QST-Profile, die sich durch stärkere oder schwächere Empfindlichkeit für einen bestimmten oder auch mehrere Reize auszeichnen. Bewerten lässt sich das QST-Profil eines Patienten mit Nervenschäden aber nur im Vergleich mit dem Profil gesunder Kontrollpersonen.

Die QST dient nicht der Diagnostik eines CRPS, doch können mit dieser Messung Rückschlüsse auf die jeweiligen, den Beschwerden zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen gezogen werden.

Hier geht es weiter zu Therapie der Morbus Sudeck Erkrankung

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Therapie

Sinn jeder Morbus Sudeck (CRPS) Therapie ist, dass der Patient die Kontrolle über die schmerzhafte Extremität wiedererlangt. Realistische Therapieziele sind dabei Schmerzkontrolle und weitgehende Wiedererlangung der Funktion. Allerdings ist sehr häufig eine Restsymptomatik oder verminderte Belastbarkeit auch am Ende der Therapie zu finden, was die Wiedereingliederung vor allem in körperlich anstrengende Berufe erschwert.
Die Therapie sollte immer eine Kombinationstherapie sein, die sich in der Regel aus nicht medikamentösen und medikamentösen Maßnahmen zusammensetzt. Nur in Ausnahmefällen sollten interventionelle Therapieformen (z.B. lokale Injektionstechniken) zur Anwendung kommen.

TIPP:

Je früher eine Behandlung einsetzt, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Die Behandlung ist oft langwierig und kann für Patienten und Therapeuten frustrierend sein. Ein möglichst umfassender Therapieansatz bietet nach unserer Erfahrung die besten Heilungschancen.
Dazu gehört zunächst ein fachliches Gespräch mit einem sehr erfahrenen Arzt, der sich in der Behandlung und Therapie der Morbus Sudeck Erkrankung auskennt. Es gibt eine CRPS Ärzteliste, die über den orangenen Support Chat Button bei uns angefordert werden kann. Außerdem gibt es Adressen und Empfehlungen in unserem Forum.

Neben der medikamentösen Therapie durch einen erfahrenen Schmerztherapeuten, sollten Maßnahmen im Rahmen der physikalischen Therapie und Ergotherapie mit Maßnahmen der Psychotherapie kombiniert werden.
Reden Sie zudem mit Alternativmedizinern, die Erfolge in der Sudeck Behandlung aufzeigen können. Hier sollte man das Thema einer gesunden und speziell für CRPS Erkrankte abgestimmten Ernährung nicht außer Acht lassen.

Therapiemaßnahmen

Medikamentöse Therapie
Da die Ursachen der Erkrankung unbekannt sind, zielt die Behandlung in erster Linie auf die Symptome ab. Gegen die Schmerzen kommen Schmerzmittel zum Einsatz – verabreicht nach einem international anerkannten Schema.

Bitte besprechen Sie die Verabreichungsgabe der Schmerzmittel mit Ihren behandelnden Ärzteteam. In jedem Falle einer analgetischen Therapie müssen die Kontraindikationen streng beachtet werden, insbesondere beim Einsatz von Opiaten (z.B. Morphin).

Je nach Krankheitsverlauf sind zudem andere Medikamente nötig: unter anderem Mittel, die den Abbau von Knochensubstanz verhindern, oder solche, die Entzündungen bekämpfen wie Kortison. Als Koanalgetika können zudem Gabapentin oder Lyrika versucht werden.

 

Leitlinien DGN zum CRPS – Stand 2012

Leitlinien zur Behandlung von CRPS der Deutschen Neurologischen Gesellschaft mit Empfehlungen zur medikamentösen Therapie (Stand 2012)

DGN Leitlinien_Stand 2012.pdf

PDF-Dokument [500.0 KB]

 

Therapeutische Lokalanästhesie
Eine zervikale und lokale Sympatikusblockade kann beim CRPS Typ I sehr hilfreich sein, allerdings ist diese Behandlung nicht bei allen Erkrankten erfolgreich. Die zugrunde liegende Pathologie wird nur vom sympathisch vermittelten Schmerz beeinflusst. Bei Sympathikus unabhängigem Schmerz und in fortgeschrittenen Fällen sind Sympathikus Blockaden nicht oder nicht mehr wirksam.

Eine Schmerzlinderung kann auch bei somatischen Blockaden erreicht werden: ein stark verdünntes Lokalanästhetikum wird mit Hilfe eines Katheter Verfahrens kontinuierlich verabreicht.

Beim sympathisch vermittelten Schmerz werden Erfolge über die lokale Verabreichung von Opioiden am Grenzstrang berichtet.

 

Elektrostimulation

SCS – Spinal Cord Stimulation
Mit rückenmarksnaher Stimulation (SCS – Spinal Cord Stimulation) durch Elektroimpulse kann man Schmerzen lindern. Dabei wird dem Patienten unter lokaler Betäubung eine dünne Elektrode in der Nähe des Rückenmarks implantiert. Diese ist an ein externes Neurostimulationsgerät angeschlossen. Wenn die Testsimulation erfolgreich verlaufen ist, wird der Neurostimulator in einer minimal invasiven Operation dauerhaft unter die Haut am Bauch implantiert. Elektrische Impulse maskieren nun den Schmerz und der Patient spürt stattdessen ein leichtes, angenehmes Kribbeln. Die Impulsgeber sind intelligente Geräte, die die Lage des Patienten erkennen. Mittlerweile hat sich die Möglichkeiten der SCS Sonde bzw. des Generators weiter entwickelt so dass den Patienten nicht nur Programme mit NF-Programme(kribbeln) sondern auch HF-Programme (Burst, Wave, High Frequenz)  zur Verfügung stehen und somit auch bei nicht mehr vorhandener Wirksamkeit der NF-Programme nicht mehr vorhanden sind, eine Option eben für diese Patienten zusätzlich darstellen. Es ist auch zu empfehlen sich einen Generator mit wieder aufladbare Akku implantieren zu lassen, da diese im Schnitt 8 Jahre halten bis der Generator in einem kleinen Eingriff erneuert wird. Vorteil der Batterie betrieben nicht wieder aufladbaren Generator, er lässt sich von außen mittels Kontaktauflage bequem aufladen, wo bei dem nicht wieder aufladbaren Generator mit Batterie zum Wechseln/Erneuern jedes Mal eine Op von Nöten. Die Akkus gewährleisten einen Betrieb über Jahre.

DRG – Neurostimulation
Der Axium™-Neurostimulator ist ein Rückenmarkstimulator, der auf eine Abzweigung des Rückenmarks abzielt, die auch als Spinalganglion bezeichnet wird. Bei der Schmerzbekämpfung steht das Spinalganglion bereits seit vielen Jahren im Mittelpunkt. Das Spinalganglion kann Schmerzsignale regulieren, bevor sie an das Rückenmark und dann weiter an das Gehirn geleitet werden. Die klinische Forschung hat gezeigt, dass mittels Spinalganglion-Stimulation auch Schmerzen in bisher schwer zu erreichenden Bereichen, wie Unterschenkel und Fuß, gelindert werden können.

Vergleich zu herkömmlichen SCS – Systemen:
Bei der herkömmlichen Rückenmarkstimulation werden die Elektroden in dem Bereich hinter dem Rückenmark platziert, und zwar in einem größeren Abstand zu den Nerven. Mithilfe des Axium-Neurostimulators können die speziellen Elektroden näher am Zielbereich platziert werden, so dass das Gerät die Stimulation fokussieren kann, um Ihren Schmerz besser zu lindern. Die Elektroden sind unempfindlich gegen Bewegungen und die Stimulation ändert sich nur minimal beim Bewegen des Körpers (d. h. bei Körperveränderung durch Stehen, Sitzen oder Liegen).

Pasha-Sonde
Gepulste Hochfrequenzstrombehandlung der Rückenmarksnerven im Wirbelkanal über eine Multifunktionselektrode.
Sie ist knapp 1,4 Millimeter dick, flexibel und soll Patienten mit chronischen Schmerzen helfen, die mit anderen Methoden keine ausreichende Linderung erreichen: Mit der sogenannten Pasha-Sonde können Schmerztherapeuten gezielt neuropathische Schmerzen lindern, manchmal sogar ausschalten.

Diese flexible Sonde kann sehr schonend in Lokalanästhesie und ggf. in leichter Sedierung über eine Kanüle in den Epiduralraum eingeführt werden. Die exakte Lagekontrolle erfolgt röntgenologisch. Durch Anschluss des speziellen Katheters an einen Generator können nun vorsichtige Stimulationen erfolgen, um die genaue Schmerzquelle, d.h. die betroffenen Nervenwurzel(n) herauszufinden. Anschließend erfolgt die gepulste Radiofrequenztherapie der schmerverursachenden Nervenbahnen. Das Verfahren wird als „Nervenmodulation“ eingestuft.

 

Physikalische Therapie

Es ist sinnvoll, die physikalische Therapie dem Krankheitsstadien anzupassen.
Dabei sind die die Stadium Übergänge fließend und die Einteilung der Stadien nicht immer klar abgrenzbar.

Physikalische Therapie im Frühstadium der Krankheit

  • Ruhigstellung und Hochlagerung der betroffenen Extremität
  • Milde Kühlung der betroffenen Extremität (Eispackungen sind manchmal kontraindiziert, besser sind kühlende Umschläge)
  • Manuelle Lymphdrainagen
  • TENS, Transkutane Elektrostimulation – nicht für jeden Betroffenen geeignet und als angenehm empfunden
  • Leichte Bindegewebsmassage und Rumpfmassage
  • Krankengymnastische Behandlung: sehr vorsichtiges aktives und passives Bewegen der betroffenen Extremität und aktives Bewegen des ganzen Körpers
  • Ergotherapie: z.B. Linsenbad, Betupfen mit Eis, Pinseltherapie, Ödem Behandlung
  • Spiegeltherapie

Physikalische Therapie im Stadium II

  • Kohlesäure Bad, 2 -Zellen Bad
  • Bewegungsbad
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Fußreflexzonen Massage
  • Stäbchenmassage nach Deuser
  • Krankengymnastische Behandlung: vorsichtige aktive Therapie ohne an den betroffenen Extremitäten Schmerzen zu setzten; aktive Bewegung des ganzen Körpers; Spiegeltherapie (wenn Schmerz zunimmt eher ungeeignet); wenn Ein Steifung des Gelenks im Vordergrund steht, vorsichtigste Mobilisation der versteiften Extremität
  • Ergotherapie: funktionelle Techniken werden intensiviert; Eingliederungsmaßnahmen und Techniken und technische Hilfen für den Alltag und die Eingliederung in das Berufsleben
  • Spiegeltherapie
  • Bei starker Beeinträchtigung der Bewegung verbunden mit Schmerzen können Hilfsmittel wie Schienen oder bei Sudeck im Fuß ein spezieller Schuh wie ein „Air Walker“ hilfreich sein

Physikalische Therapie im fortgeschrittenen Stadien (Stadium III)

  • Kohlesäure Bad, 2-Zellen-Bad
  • Bewegungsbad
  • TENS
  • Stäbchenmassage nach Deuser
  • Krankengymnastische Behandlung: Im Vordergrund stehen überwiegend aktive krankengymnastische Maßnahmen; Remobilisierung durch assistiertes und aktives Bewegungs- und Muskeltraining – verhindern einer zunehmenden Versteifung des betroffenen Gelenks – , Haltungsschulung, Spiegeltherapie, Massagen
  • Ergotherapie: Intensive Schulung von Fein- und Grobmotorikkeit sowie der Gelenkbeweglichkeit, leichte Tätigkeit gegen allgemein steigernden Widerstand, Zusammenarbeit mit Physiotherapie und Unterstützung der Betroffenen mit Hilfsmitteln
  • Spiegeltherapie

Psychologische Betreuung

Ein weiterer Pfeiler der multimodalen Schmerztherapie ist die psychologische Betreuung. Denn chronische Schmerzzustände wie der Morbus Sudeck gehen nicht selten mit psychischen Problemen einher, welche die Beschwerden verstärken und so einen Teufelskreis herbeiführen können. Vielen Betroffenen machen Ängste, Depressionen und ein vermindertes Selbstwertgefühl zu schaffen. Zur Bewältigung dieser Probleme kann – neben verschiedenen Entspannungstechniken – eine Psychotherapie beitragen. Ergänzend kann zudem eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein: Dabei lernen die Betroffenen, wie sie bestimmte, Angst besetzte Alltagssituationen besser meistern.

Sinnvolle Entspannungstechniken

  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
  • Autogenes Training
  • Meditative Entspannungsübungen (Achtsamkeitsübung, Atemübung)
  • Yoga
  • Hypnose
  • Imaginative Verfahren (z.B. Fantasiereisen)
  • Qigong und Tai Chi

Bitte führen Sie diese Entspannungstechniken nur nach fachlicher Anleitung durch.
Nicht jede Entspannungstechnik ist für jeden Erkrankten geeignet.

Probieren Sie aus und entscheiden Sie sich für die Techniken die Ihnen gut tun!

 

Zusammenfassung Therapien

Die Therapie gehört auf jeden Fall in die Hände von in der Schmerztherapie erfahrenen Fachärzten für Unfallchirurgie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, Handchirurgien, Orthopäden, Neurologen oder Anästhesisten im interdisziplinären Austausch.

Das allerwichtigste Kriterium für die Wahl Ihrer Ärzte muss aber bleiben, dass diese REICHLICH ERFAHRUNG im Umgang mit dieser Erkrankung aufweisen. Fragen Sie die Spezialisten, wie viele CRPS Patienten Sie bisher behandelt und erfolgreich therapiert haben.

Die wichtigsten Therapiemaßnahmen sind

  • Medikamentöse Therapie (auch Homöopathie und „Medikamente“ der Traditionellen Chinesischen Medizin – hier ist eine Zusammenarbeit der traditionellen mit der alternativen Medizin erforderlich)
  • Physikalische Therapie (Physio- und Ergotherapie) in den verschiedenen Krankheitsstadien (Stadium I bis III)
  • Therapeutische Lokalanästhesie (Sympatikusblockade, Grenzstrangblockade, somatische Blockade)
  • Rückenmarksnahe Stimulation durch Elektroimpulse mittels Neurostimulator (SCS-Spinal Cord Stimulation)
  • DRG Spinalganglion Stimulation mittels Axiom – Neurostimulator
  • Nervenstimulation mittels Pasha Sonde
  • Psychologische Betreuung

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Heilungschancen

Zunächst eine gute Nachricht:
Je früher die Krankheit erkannt wird (am besten schon im Stadium I – siehe Überblick der Stadien im Bereich Ursachen), desto besser sind die Heilungschancen.

Eine vollständige Heilung ist manchmal möglich, allerdings nur selten ohne eine intensive Behandlung durch Morbus Sudeck erfahrene Therapeuten bzw. eines Expertenteams.

Bei vielen Patienten allerdings bleiben die Schmerzen bestehen, oder die Erkrankung kommt in unregelmäßiger Zeit immer wieder zum „Vorschein“. Doch auch wenn die Krankheit nicht vollständig ausheilt, gelingt es den Betroffen, die Beschwerden zu kontrollieren (setzt Hilfe des Expertenteams voraus) um mit der Krankheit dauerhaft zu leben.

Dramatisch verläuft die Erkrankung für einen kleinen Teil der Patienten (hier im Stadium III): Bei ihnen bleibt das Schmerzsyndrom bestehen und sie büßen dauerhaft Funktion der betroffenen Gliedmaße ein.

In eigener Sache

  • Verlieren Sie nie den Mut und bleiben Sie positiv, auch wenn es besonders in den sehr „schmerzhaften“ Phasen nicht einfach ist
  • Wenden Sie sich nur an erfahrene Spezialisten, die auch Morbus Sudeck schon mal behandelt haben
  • Die Behandlung muss von einem Team aus Orthopäden, Schmerztherapeuten, Physio- und Ergotherapeuten sowie Psychotherapeuten begleitet werden. Sehr gute Ergebnisse wurden auch mit Behandlungsmethoden der Alternativmedizin erreicht (siehe alternative Therapieformen)
  • Alles was Ihnen gut tut hilft, nicht jede Behandlung wirkt bei jedem Patienten gleich
  • Hören Sie auf Ihren Körper
  • Tauschen Sie sich aus
  • Üben Sie sich in Geduld, „Entschleunigung“ Sie Ihren Alltag
  • Wer heilt, hat Recht! Entwickeln Sie das Gefühl dafür, welcher Therapeut für Sie richtig ist. Da spielt es keine Rolle, ob Sie zum Humanmediziner, Alternativmediziner, Heilpraktiker oder Heiler gehen – wichtig ist, dass Sie gesund werden.

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Ernährung und Morbus Sudeck

Ernährungsempfehlung bei CRPS

Die Ernährung bei CRPS gibt es leider nicht. Auch existiert keine spezielle Diät, um den Verlauf des CRPS aufzuhalten. Doch gibt es Empfehlungen für Lebensmittel, die sich eher negativ auf die Symptome eines CRPS auswirken und Lebensmittel, die einen positiven Beitrag bei der Behandlung des CRPS leisten können. Die Ernährung sollte bei CRPS mit Bedacht gewählt werden. Einige Lebensmittel, z.b. Kaffee, können zu einer Verstärkung der Symptome des CRPS führen.

Durch den Einbau bestimmter Lebensmittel in den Speiseplan und durch die Art der Zubereitung der Mahlzeiten kann sich der chronische Schmerz des CRPS positiv beeinflussen lassen.

Lebensmittel, die im Allgemeinen die Gesundheit angreifen und im Speziellen zur einer Verschlimmerung der Schmerzen führen können, sollten möglichst bei der Ernährung von CRPS-Betroffenen gemieden werden, dieses sind z.B. Kekse, Kuchen, Schokolade, Leber, Würstchen, uvm.

Lebensmittel können die Arbeit der hemmenden Nervenzellen im Zentralnervensystem, die bei der Schmerzweiterleitung den Schmerz unterdrücken, unterstützen. Zu diesen Lebensmitteln gehören u.a. frisches Obst und Gemüse. Durch den Einbau bestimmter Lebensmittel in die tägliche Ernährung und die schonende Zubereitung der Mahlzeiten kann sich auch ein evtl. Übergewicht normalisieren.

In der amerikanischen Literatur wird in der Ernährung bei CRPS von der „4-F-Diät“ gesprochen. Die 4 „Fs“ stehen für die Lebensmittel, die bei CRPS und chronischen Schmerzen regelmäßig zu sich genommen werden sollen:

  1. frisches Obst- keine Konserven
  2. frisches Gemüse / Salat- welches möglichst mit Olivenöl zubereitet werden soll
  3. Fisch- welcher gegrillt oder geröstet wird
  4. Geflügel (Fowl)- ohne Haut, möglichst nicht gebraten, sondern auch gegrillt, im Backofen zubereitet oder geröstet

Im Speiseplan sollten die „5 Cs“ möglichst gemieden werden, da diese Lebensmittel zu einem Anstieg der Schmerzen führen können:

  1. Kekse (Cookies)
  2. Kuchen (Cakes)
  3. Schokolade (Chocolate)
  4. Alkoholische Getränke (Cocktails)
  5. Süßigkeiten (Candys)

Empfehlungen von Lebensmitteln bei chronischen Schmerzen
In der amerikanischen Literatur werden bestimmte Lebensmittel bei der Ernährung von chronischen Schmerzpatienten empfohlen, während andere Lebensmittel gemieden werden sollten, da diese über den Arachidonsäurestoffwechsel zu einem Schmerzanstieg führen können.

Lebensmittel, die gemieden werden sollten:

  • kristalliner Zucker = „weißer Hauszucker“
  • zuckerhaltige Softdrinks
  • Torten und Pasteten
  • Fleischwurst, Mortadella, Lyoner, Ringwurst
  • Salami
  • Hot Dogs
  • Tauben
  • Eiscreme
  • weißes Mehl, angereichertes gebleichtes Mehl
  • Sirups, Zuckersäfte
  • Mayonnaise
  • weißes/helles Brot
  • generell Gebratenes in jeder Form
  • konservierte Früchte in Zuckerwasser
  • Kuchen
  • Süßigkeiten, Süßspeisen
  • Schweineschmalz, Schweinefett, Bauchschmalz
  • Brat- und Backfette, ausgehärtete Pflanzenfette
  • Kartoffelchips
  • Dips
  • Kuchenmischungen
  • Alkohol
  • Kaffeeweisser, Milchersatz
  • Margarine
  • Donuts
  • Butter
  • Schinken, Speck, Schwein

Lebensmittel, die selten und/ oder sehr sparsam zubereitet werden sollten:

  • Kaffee – besser ersetzen durch (Eis-)Tee (ungesüßt)
  • Lamm
  • Tee
  • Kartoffelmus oder Bratkartoffeln, wenn dann in Olivenöl zubereitet

Lebensmittel, die in den Speiseplan eingebaut werden sollten:

  • Diätdrinks, aber ohne Koffein, Zucker, und mit wenig oder gar keinem enthaltenem Natrium
  • entrahmter Käse
  • Äpfel
  • alle frischen Obstsorten
  • ungesüßter Orangen- und Grapefruitsaft
  • naturbelassener Apfelsaft
  • alle frischen Gemüsesorten
  • Kalbfleisch
  • Huhn oder Geflügel, allerdings ohne Haut
  • Hummer
  • mageres/ fettarmes Roastbeef, allerdings in Maßen
  • Rosinen
  • entrahmte Milch
  • Thunfisch, in Wasser eingelegt
  • Nüsse, naturbelassen und v.a. ungesalzen
  • naturbelassener Honig
  • Haferflocken
  • Hüttenkäse mit geringem Fettgehalt
  • naturbelassener Joghurt mit geringem Fettgehalt
  • Süßkartoffeln mit Schale
  • Eier, aber nicht mehr als zwei pro Woche
  • Sardinen
  • jede frische Fischsorte
  • jede Form von Getreide als z. Bsp. Müsli
  • Shrimps
  • getrocknete Früchte
  • Krabben und Krebse
  • 6- 8 Gläser Wasser pro Tag

Beim Einkauf sollte man die Deklarierungen auf den Verpackungen der Lebensmittel lesen. Vor allem sollte auf die Angabe von Kohlenhydraten geschaut werden. Zucker wird in letzter Zeit gerne mit anderen Begriffen umschrieben. Auch sollte man aufmerksam sein bezüglich der angegebenen Fett- und Kalorienverhältnisse. Lebensmittel, die ein hohes Fett-Kalorienverhältniss haben, sollten gemieden werden. Sind hohe Angaben hinsichtlich des enthaltenen Cholesterins, Konservierungsstoffe, chemische Zusätze und/ oder zugesetzter Geschmackstoffe auf den Verpackungen zu lesen, sollten diese Lebensmittel auch gemieden werden. Wenn auf der Verpackung von Lebensmitteln eine lange Liste an Zutaten und Inhaltsstoffen, vor allem mit unaussprechbaren und nicht bekannten Worten zu lesen ist, sollte dieses Lebensmittel nicht gekauft werden. Auch sollte jeder chronische Schmerzpatient auf die Zufuhr von Salz achten. Bei abgepackten Lebensmitteln sollte geschaut werden, wieviel Salz enthalten ist. Am besten sind Lebensmittel, die wenig oder gar kein Salz enthalten.

Essenszubereitung
Während der Zubereitung von Mahlzeiten sollte auf Öl, Margarine und Butter verzichtet werden. Auch Salz sollte so wenig wie möglich in der Zubereitung von Mahlzeiten Verwendung finden.

Bei der Zubereitung sind Zubereitungsformen, die kein Öl und Fett benötigen, unbedingt vorzuziehen- dieses sind Dünsten, Grillen, Rösten und/ oder im Backofen garen. Auf jeden Fall sollte auf gebratene und frittierte Lebensmittel verzichtet werden. Wenn diese Zubereitungen doch gewünscht werden, sollte mit Ölivenöl gebraten werden.

Der Trend in Restaurants, Salat- Bars anzubieten, um sich fettarm und kalorienbewusst zu ernähren, kann sehr oft irreführend sein. Gerade diese Salat-Bars mit den „Fertig-Salat-Saucen“ bergen hohe Fettgehalte!

Diätische Modeerscheinungen
„Käse enthält viel Cholesterin“. Es gibt zwei Sorten von Käse:

  1. Scharfer, herzhafter Käse ist sehr reich an Tyrosin. Lebensmittel, die viel Tyrosin (eine Aminosäure, die im Körper u.a. zu Katecholaminen umgewandelt wird) enthalten, können bei CRPS-Betroffenen zu einer Schmerzverstärkung führen.
  2. Milder Käse, z. Bsp. Mozzarella und Ricotta, enthalten nur 25-30 mg Cholesterin pro Portion- im Gegensatz zu Leber mit ca. 375 mg und Krakauer-Wurst mit ca. 400 mg Cholesterin pro Portion.

„Schalen-und Meeresfrüchte enthalten zu viel Cholesterin“.
Schalen-und Meeresfrüchte enthalten HDL-Cholesterin. HDL-Cholesterins nehmen überschüssiges Cholesterin aus den Körperzellen auf und bringen es zur Leber. Hohe HDL-Cholesterin-Werte schützen vor jeder Form von Gefäßkrankheiten.

„Nichts essen, bevor man zu Bett geht“.
Falsch ist rotes Fleisch, Kaffee oder Schokolade vor dem Schlafengehen zu essen.
Aber Obst und fettarme Milchprodukte können vor dem Zubettgehen zu sich genommen werden. Es wird sogar von einem positiven Effekt bei chronischen Schmerzen berichtet.

Kaffee
CRPS-Betroffene sollten Kaffee und Koffein meiden. Es ist naiv zu glauben, dass Koffein keine Effekte auf das Schmerzgeschehen habe.

  1. Koffein enthält ein auf Säure basierendes Öl, ein Alkaloid, welches ein Reizstoff für die Magenschleimhaut darstellt. Dieses Alkaloid stimuliert die Freisetzung von Magensäure. Die erhöhte Sekretion vom Magensäure führt zu einer vermehrten Freisetzung von Adrenalin. Adrenalin bewirkt, dass die Insulinausschüttung im Körper erhöht wird. Das Resultat dieser Wirkungskette ist eine sekundäre-reaktive Unterzuckerung. Es kommt zu einer Nervosität, der Blutdruck steigt an und 2-3 Stunden nach dem Koffeingenuss kommt es zu einem Verlangen nach Süßem als Resultat der sekundär-reaktiven Unterzuckerung. All die Wirkungen des Koffeins sind nicht förderlich für das CRPS. Das Ansteigen des Adrenalins nach Koffeingenuss wirkt den Medikamenten entgegen, die das entgleiste und hyperaktive Dopamin erregenden  System bei CRPS positiv beeinflussen wollen.
  2. Kaffee ist schädlicher als koffeinhaltige Softdrinks oder Tee.
  3. Milder Tee führt nicht zu einer reaktiven Unterzuckerung und Blutdruckanstieg.
  4. Tee, der nicht zu stark zubereitet wird, enthält viel weniger Koffein. Das im Tee enthaltene Teein ist zwar auch Koffein, enthält aber Tannine (= Gerbstoffe), die Durst hervorrufen.
  5. Kaffee und Tee führen zu einem vorübergehenden Anstieg der Körpertemperatur. Ein paar Minuten, z.b. nach Kaffeegenuss, kommt es durch die Stimulierung des Adrenalins zu kälteren Extremitäten und gleichzeitig zu einem Anstieg der zentralen Körpertemperatur. Tee wirkt in dieser Hinsicht milder, aber hat den gleichen Effekt. Kalte Extremitäten können das CRPS verschlimmern.
  6. Eis-Tee scheint die mildeste Form eines koffeinhaltigen Getränkes zu sein. Zum Beispiel fühlt sich ein Patient mit höherem Fieber schlechter, wenn er Kaffee trinkt. Doch Tee mit Zitrone oder Limone hilft bei Fieber und dem Stress, der durch das Fieber für den Körper ausgelöst wird. Wie selbstgemachte Hühnersuppe bei bestimmten Erkrankungen hilft, hat milder Tee einen positiven Effekt bei Fieber und Stress. Kaffee führt zu einer Steigerung von Stress- das CRPS ist für den Körper Stress!

Kräuter-Tees
Auch wenn Tee nicht so schädlich wie Kaffee für den Körper ist, heißt dieses nicht, dass die Kräuter-Tees für jeden CRPS-Betroffenen gut oder positiv sind. Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen getrockneten Teesorten.
Einige Kräuter enthalten schädliche Substanzen, die bei allen Menschen negative Auswirkungen haben, CRPS-Betroffene jedoch stärker diese Auswirkungen spüren.

Einige Autoren empfehlen, Kräuter-Tees in der Ernährung bei chronischen Schmerzen zu meiden, da die Belastungen der Kräuter an chemischen Stoffen sehr variiert und meist nicht geregelt ist.

Vor allem Tees wie z. Bsp. aus dem Sassafraslorbeer enthalten sehr hohe Dosen an Tannine, die im Verdacht stehen, karzinogen (=krebserzeugend) zu sein.
Tees, die Katzenminze, Kriechwachholder, Muskat, Hortensien enthalten, können halluzinogen wirken. Kamillen-Tee, Ringelblumen-Tee können schwere allergische Reaktionen auslösen. Sennesblätter und Aloe Vera-Blätter haben abführende Wirkungen. Tees aus Mistelblättern und Schachtelhalm können toxische Reaktionen im Körper auslösen.

Bei Kräuter-Tees sollte sehr auf die Herkunft der Pflanzen geachtet werden. Die Reaktionen des Körpers auf Kräuter-Tees sollten sehr genau beobachtet werden.

(Quelle: Neurological Associates Pain Management Center,Vero Beach, Florida;www.rsdrx.com / Deutschgsprachige Veröffentlichung auf: www.crps-info.de)

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Ratschläge für Betroffene

  • Nehmen Sie die Erkrankung an
  • Die Behandlung und Therapie nimmt Zeit in Anspruch, üben Sie sich in Geduld
  • Bitte beachten Sie alle Anzeichen und Signale dieser Erkrankung, je früher ein professioneller Therapieansatz durchgeführt wird, desto besser sind die Heilungschancen
  • Hören Sie in Ihren Körper hinein und vertrauen Sie auf Ihre innere Stimme
  • Tauschen Sie sich mit betroffenen Patienten aus, der Erfahrungsaustausch wird Ihnen Wege aufzeigen zur Bewältigung der eigenen Behandlungstherapie
  • Lassen Sie sich nicht in die „Psychoecke“ schieben. Wer ewig Schmerzen hat, wird psychisch auffällig. Das aber ist die Folge, nicht die Ursache der Krankheit
  • Das Wichtigste bei der Therapie ist die Zusammenarbeit der einzelnen medizinischen Fachrichtungen, also Orthopäden, Anästhesisten, Neurologen, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten und Chirurgen
  • Sie brauchen keine „höllischen“ Schmerzen zu erleiden, wenden Sie sich an einen erfahrenen Schmerztherapeuten
  • Binden Sie Ihre Angehörige voll und umfänglich in Ihre Erkrankung ein, es ist nicht immer einfach mit einem „Schmerzpatienten“ umzugehen. Verständnis für Ihre Erkrankung und die daraus resultierenden Folgen für Arbeit und Familie helfen Ihnen im Heilungsprozess.
  • Geben Sie niemals auf und verlieren Sie nicht den Mut, Heilung ist im Einzelfall MÖGLICH, vertrauen Sie auf Ihre mentale Stärke und den Glauben an Besserung
  • Aktivieren Sie Ihre Selbstheilungskräfte durch „richtiges Denken“
  • Jede Sudeck Erkrankung verläuft unterschiedlich, „erfahren“ Sie den für Sie geigneten Therapieweg
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2 Kommentare

  1. Dirk-Stefan Droste

    Liebe Ute,
    wir können diese Diskussion gerne im Forum fortführen. Ein solches Expertenteam kann man gut in Kliniken suchen, in der man eine multimodale Schmerztherapie machen kann (zB über unsere Ärzteliste zu erfahren). Dort arbeiten mehrere Experten (Anästhesist, Orthopäde, Physiotherapeut, Ergotherapeut, Psychotherapeut) zusammen. Natürlich wäre es besser, wenn es auch ausserhalb der Kliniken solche koordinierte Vernetzung zu finden wäre. Aber leider gibt es das nach unserem Wissen, derzeit nur in der Eifel bzw. Region Trier. Bei näheren Details bitte anchatten oder -mailen.
    Liebe Grüße
    Stefan

  2. Ute Greim-schlempp

    Solch ein Expertenteam wie im Artikel zugeriert zu haben ist schwierig, denn sie behandeln alle alleine, jeder fuer sich und man hat staendig Angst, dass sie sich uebergangen fuehlen, wenn man von Ponzius zu Pilatus geht.

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